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Schlechtes Wetter - bin mies drauf!

Source: flickr_Lucie Provencher

Der Himmel ist grau, draussen ist es nass und kalt. Der Kopf schmerzt, oder man fühlt sich matt und gereizt. Wie weit ist die Wetterfühligkeit Tatsache oder Einbildung? Eine Medizinerin und medizinische Klimatologin, eine Psychotherapeutin und ein Meteorologe geben Auskunft.

Die Wetterfühligkeit. Ist sie Tatsache oder bloss Einbildung?

Glaubt man den Umfragen, dann ist es wohl Tatsache. Denn mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland bezeichnen sich als wetterfühlig. Gerade wenn extreme Temperaturschwankungen vorkommen, kann der Körper verrückt spielen: Der Kopf schmerzt, die Knochen oder der Kreislauf kracht zusammen.

Auch im Südosten Australiens - die Region, die von extremen Wetterschwankungen geradezu ein Lied singen kann - klagen Menschen, die an Rheuma oder Gelenkentzündungen leiden, über den plötzlichen Temperaturwechsel.

Alles Einbildung? Oder besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem persönlichen Befinden?

Dass Wetterfühligkeit eine Tatsache ist, glaubt auch Manfred Spatzierer, einer von zwei Geschäfsführern des privaten Wetterdienstleisters UBIMET in Wien und Melbourne. Die Wetterfühligkeit lässt sich vom physikalischen Standpunkt aus gesehen folgendermassen erklären:

Doch nicht nur körperliche Beschwerden können die Folgen einer extremen Temperaturschwankung sein, sondern auch eine manchmal unliebsame Veränderung des Gemüts. Wenn es regnet und kalt ist, reagieren manche gereizt, gar agressiv. Scheint hingegen die Sonne und die Temperatur ist mild, sieht man auch mehr lachende Gesichter. Auch hier stellt sich die Frage: bilde ich mir das nur ein oder hat das Wetter tatsächlich Einfluss auf mein Gemüt?