Die Entscheidung wurde am Donnerstag um 14.15 Uhr (AEST) in Melbourne gefällt, zur Zeit der Aktuellen Stunde im Parlament, wo die Abgeordneten in Canberra die Nachricht erst einmal verdauen mussten.
Ministerpräsident Malcolm Turnbull sagte, die Entscheidung bedeutet, dass alle Australier jetzt ihre Meinung sagen können.
"Und das ist, wie es sein sollte, wir ermutigen alle Australier, an dieser Umfrage mitzumachen und ihre Meinung kund zu tun", sagte Herr Turnbull.
Das Angebot von Oppositionsführer Bill Shorten, einen gemeinsamen Brief zu unterzeichnen, der die Australier dazu aufruft mit "Ja" zu stimmen, wollte er jedoch nicht annehmen.
"Der Führer der Opposition kann für seine Sache plädieren, und ich für meine", sagte er.
Interessenvertreter der gleichgeschlechtlichen Ehe drängen nach der High Court Entscheidung darauf, bei der Abstimmung mit „Ja“ zu stimmen.
'Fehlinformationen und Lügen'
Der unabhängige Parlamentsabgeordnete und Gegner der Umfrage, Andrew Wilkie sagte, er sei von der Entscheidung enttäuscht.
"Unabhängig von der Legalität, war das [die Meinungsumfrage per Post] immer schon eine schlechte Regierungspolitik", sagte er in einer Erklärung.
"Nun, da der Gerichtshof nein gesagt hat, ist es die Chance der Gemeinschaft, ja zu sagen."
Auch Felicity Marlowe, Klägerin und Direktorin der Gruppe Rainbow Familys Victoria, äußerte ihre Enttäuschung über das Urteil des Gerichts.
"Aber es war fantastisch an diesem Versuch teilzunehmen, und zu versuchen diese Post-Volksabstimmung zu unterbinden, und so weit zu gehen wie möglich, um sie vom höchsten Gericht des Land stoppen zu lassen", sagte sie.
"Wir haben eine absolute Travestie von Fehlinformationen, Lügen und Hassreden gesehen, die nicht nur unsere Fernsehbildschirme dominierten, sondern auch unsere Zeitungen und in den Nachbarschaften auf Flyern verteilt wurden, wo Menschen die uns nahe stehen und unsere Kinder sie finden und lesen konnten."
Eine emotionale Shelley Argent, die auch die Post Umfrage über die gleichgeschlechtliche Ehe vor Gericht bekämpfte, rief die LGBTIQ Gemeinschaft auf, stark zu bleiben.
"Wir haben unser Bestes getan. Wir mussten diesen Versuch unternehmen, denn wir wissen, dass es durch die Post Umfrage, sehr viel böses Blut geben wird, wahrscheinlich auf beiden Seiten, und das können wir nicht gebrauchen ", sagte sie.
"Aber ich möchte auch, dass die LGTIQ-Community weiß, dass wir Sie unterstützen und wir unser Bestes getan haben. Das ist alles, was wir tun können.“
"Ich sage nur, bitte bleibt stark, denn wir werden gewinnen, wir haben eine hoffnungslose Regierung, die sich nicht mal selbst verwalten kann, geschweige denn den Rest des Landes. Wir werden das durchstehen, und sie, wenn notwendig, loswerden.“
Regeln für das Kampagnenmaterial
Finanzminister Mathias Cormann sagte, die Regierung würde jetzt beantragen Gesetzentwürfe, ähnlich wie die für eine politische Wahl, zu entwickeln, um die Kampagne zu regulieren. Die würden zum Beispiel sicherstellen, dass das Kampagnenmaterial gekennzeichnet wird.
"Wir werden untersuchen, inwieweit es vernünftig ist, im Wesentlichen alle Schutzmaßnahmen einzusetzen, die normalerweise im Rahmen einer Bundestagswahl gelten würden", sagte er vor Reportern.
Senator Cormann ermutigte auch alle Beteiligten, die sich für die Ja- oder Nein-Fälle engagieren, dies mit "Höflichkeit und Respekt" zu tun, und rief alle dazu auf, ihre Meinung zu sagen.
"Und am Ende des Prozesses wird das australische Parlament, ich bin da sehr zuversichtlich, das kollektive Urteil des australischen Volkes respektieren."

Premierminister Malcolm Turnbull während der Aktuellen Stunde im Repräsentantenhaus im Parlament in Canberra, Donnerstag, 7. September 2017.
Der liberale Senator Eric Abetz, ein Gegner der Ehegleichheit, sagte, dass die Herausforderung, die von gleichgeschlechtlichen Ehebefürwortern und Herrn Wilkie vorgebracht wurden, "ein großartige Heuchelei " sei.
"Demokratie ist etwas grenzenlos Gutes und politische Eliten sollten niemals versuchen, die Menschen daran zu hindern ihre Meinung sagen zu können", sagte er in einer Erklärung.
"Diese Volksabstimmung gibt allen Australiern, besonders den vergessenen Leuten, die um die Konsequenzen für die freie Meinungsäußerung, Religionsfreiheit und elterliche Entscheidungsfreiheit besorgt sind, eine Stimme."
Die Laborpartei sagte, dass der Fokus jetzt ein Sieg der "Ja" Stimmen sein müsse.
"Es ist nicht das Ergebnis, das wir erhofft haben, aber eines, für das wir geplant haben", sagte der Generalbundesanwalt der Opposition, Mark Dreyfus auf Twitter.
"Ihr werdet eure Rechte bekommen und ihr werdet die Gleichberechtigung in der Ehe auf die eine oder andere Weise erhalten - wir werden nicht aufgeben."
Was jetzt passiert
Die Entscheidung bedeutet, dass die Umfrage nun wie geplant durchgeführt wird, womit das australische Statistische Bundesamt ab dem 12. September mit dem versenden der Post-Umfrageformulare beginnt.
Das endgültige Ergebnis wird vom australischen Statistiker am 11. November um 11.30 Uhr bekannt gegeben.
Die Gegner der Umfrage behaupteten, dass die Regierung nicht das Recht habe, über 120 Millionen Dollar für die Umfrage auszugeben, ohne dass vorher darüber ein Gesetz vom Parlament verabschiedet wird, und dass es nicht zu den Aufgaben des Statistischen Bundesamtes gehört, solche Umfragen durchzuführen.
Die Regierung nutzte Finanzen, die für "dringende" und "unvorhergesehene" Angelegenheiten eingesetzt werden können - aber Kritiker sagen, die Regierung selbst habe die Dringlichkeit mit ihrer eigenen Frist für die Abstimmung geschaffen.
Ein Experte für Verfassungsrecht, George Williams sagte, dass es noch einige Zeit dauern könnte, bis das Oberste Gericht die Gründe für seine Entscheidung offenbart.
Zusätzliche Berichterstattung Louise Cheer