Ein beliebter Trick ist das Angebot, den Kauf des neuen Vehikels auch gleich noch zu finanzieren.
Eine bequeme Sache, denn man muss nach dem Feilschen um den Kaufpreis des neuen Wagens nicht auch noch zu einer Bank, und um einen Kredit betteln.
Doch Bequemlichkeit hat ihren Preis. Die Autohändler schlagen bei den Kreditzinsen gerne voll zu.
Während sie selbst die Kredite von geneigten Finanzinstituten für 3 bis 4 Prozent Zinsen bekommen, verkaufen sie die Finanzierung an den Kunden mit einem Aufschlag von bis zu 15 Prozent.
Ein schöner Reibach, der oft mehr abwirft als der Autoverkauf selbst.
Kein Ende in Sicht, oder?
Die zuständige Aufsichtsbehörde für das Finanzwesen, die Australian Securities and Investments Commission, hat aber wegen der schäbigen Taktik der Autohändler so viele Klagen bekommen, dass man die Augen nicht länger fest geschlossen halten konnte.
Nun soll mit diesem Finanzschmu Schluss sein. In Zukunft soll der Kunde genau wissen, was sein Kredit kostet und wieviel der Händler als lukrative Profitmarge draufschlägt.
Doch das gilt nicht ab sofort, erst ab November nächsten Jahres.
Warum das Zögern?
Die Behörde zeigt sich großmütig und gibt dem Handel ein ganzes Jahr, um über den Verlust der schönen Nebeneinnahme hinwegzukommen und sich inzwischen vielleicht neue Tricks auszudenken, um die Kundschaft zu schröpfen.
Wen wundert es da, wenn sich mehr und mehr Kunden heutzutage im Internet nach neuen Autos umschauen und beim Händler nur noch zur Testfahrt erscheinen.
Es scheint, die Branche hat sich mit ihren Finanzpraktiken ihr eigenes Grab geschaufelt.
Wenn online Händler Amazon kommt, wird das Gezeter beim Autohandel groß sein.

