Der NSW Abgeordnete Craig Kelly behauptet das jedenfalls. Als Beweis führt er die Zahlen des Australian Bureau of Statistics an. Demnach starben vor etwa 10 Jahren im Durchschnitt täglich 430 Menschen während der Wintermonate, 2015 waren es täglich schon fast 470. In den Sommermonaten liegt die Sterbeziffer deutlich niedriger.
Kelly schiebt die Schuld an der tragischen Winterstatistik den Stromerzeugern zu, die Kunden vom Netz sperren, wenn sie wegen der hohen Preise in Zahlungsverzug geraten. Das passiert häufiger als man denkt. Der Abgeordnete der Liberalen verweist auch hier auf die Statistik, die belegt, dass die Zahl der Fälle, in denen Haushalte mit einer Stromsperre belegt wurden, in den vergangenen 6 Jahren um 140 Prozent gestiegen ist.
Warum die hohen Strompreise und die vielen Wintertoten? Hier kommt Kelly zu einer Schlussfolgerung, die man glauben kann, oder auch nicht. Er sagt, Schuld sei das rapide Wachstum umweltfreundlicher Energiequellen, also Wind und Sonne, die nur durch satte Steuersubventionen am Leben erhalten werden und den Strompreis nach oben treiben.
Mit anderen Worten, Kellys Schreckensmeldung kann man auch als Steilvorlage für die Vertreter einer angeblich so billigen Stromerzeugung durch Kohle deuten.
Wie dem auch sei. Die offiziellen Zahlen des ABS stimmen sicher. Richtig ist auch, dass Strom sehr teuer geworden ist.
Ob da aber nun wirklich ein Zusammenhang zwischen Tod im Winter und dem aktuellen Preis für Strom besteht, ist so einfach nicht nachvollziehbar.
