Bald Pflicht? Das provisorische Visum vor der PR mit eingeschränkten Rechten
Vertrauliche Dokumente, die Fairfax Media vorliegen, belegen, dass die Turnbull Regierung das bestehende System zur dauerhaften Aufenhaltsgenehmigung radikal überholen möchte. Entsprechende Pläne sollen seit Monaten diskutiert und Anfang nächsten Jahres dem Kabinett vorglegt werden.
Konkret: Im Sinne von Budget-Einsparungen soll es dem PR-System an den Kragen gehen. Vor dem Schritt in die Permanent Residency soll künftig ein verpflichtendes "provisional visa" notwendig werden. Sozialleistungen für Neuankömmlinge dazu eingeschränkt werden.
Alarmglocken läuten - auch in der deutschsprachigen Community
Entsprechend groß ist deshalb heute der Aufschrei. Auch in unserer deutschsprachigen Gemeinde.
Der Artikel zu den Geheimdokumenten der Bundesregierung führte auch sofort zu Reaktionen in der deutschsprachigen Gemeinde auf Facebook.
Groß ist auch die Angst, dass diese Änderung zur Bildung einer Parallelgesellschaft führen könnte.
"The proposed reforms could undermine Australia's social cohesion and potentially increase the risk factors that may lead to violent extremism by creating a two-tier society where migrants are treated substantially differently to Australian citizens", heißt es in einem Discussion Paper für ein Treffen zwischen Michael Pezzullo, Chef der Einwanderungsbehörde, und dem Department of Social Services. Einwanderer verdächtig zu betrachten, könnte ihren Willen einschränken, ihren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, heißt es darin weiter.

