Mehr als oft, wenn im Flugzeug das Essen serviert wird, gerät die Maschine in Turbulenzen. Es ist dann unmöglich, sich einen Schluck des kratzenden Rotweins aus dem Plastikbecher zu gönnen, oder in das verkochte Rind- oder Hühnerfleisch zu beissen. Für neun Passagiere eines deutschen Businessjets hatten die Turbulenzen, in die die Maschine im Januar über Oman geriet, weitaus dramatischere Konsequenzen.
Der Jet der Münchner Firma MHS Aviation überschlug sich mindestens drei Mal und geriet in einen Sturzflug von 3.000 Metern. Beide Düsenantriebe fielen aus.
Der Auslöser dieses Zwischenfalls war ein Emirates Airbus von Dubai nach Sydney, der lediglich 300 Meter über dem Jet vorbeiflog. Die Besatzung des Jets schaffte es, die Kontrolle über das Flugzeug wiederzugewinnen und leitete eine Notlandung auf dem Flughafen in Maskat ein. Ein Passagier wurde schwer verletzt.
Einzelheiten über den Zwischenfall in der Luft werden in einem kommenden Bericht der Deutschen Bundesstelle für Flugfunfalluntersuchung zu lesen sein. Sogenannte „wake turbulence“, ausgelöst von einem Airbus, sind schon mehrmals vorgekommen. Erst kürzlich geriet am Frankfurter Flughafen eine Maschine der Air France in Schwierigkeiten, als es in die Nähe eines Airbus gekommen war.
