Auf die Walpurgisnacht folgt der 1. Mai, den viele Deutsche - da gesetztlicher Feiertag - zur Rast nutzen, andere treiben es hingegen ganz schön bunt.
Schon zuvor, in der Nacht vom 30. April wird in vielen Orten ein "Hexenfeuer" entfacht, das helfen soll, böse Geister zu vertreiben.
Rund um den Brocken im Harz verkleiden sich Frauen in dieser Nacht als Hexen.

Andernorts wird das Datum und der folgende Feiertag für eine (oft ausschweifende) Party genutzt: "Tanz in den Mai" nennen die Veranstalter in vielen deutschen Städten Parties am 30. April.
Die Walpurgisnacht lebt heute in der modernen Form von Party-Nächten fort.

In vielen süd- und westdeutschen Gemeinden wird am 1. Mai mit viel Tamtam der Maibaum aufgestellt, oft einhergehend mit Gesang und Tänzen.
Viele Orte versuchen sich dabei zu überbieten, was Schönheit und Größe des Baumes angeht.
Üblicherweise bleibt der bunt geschmückte Baum bis zum 1. Juni stehen.
Es soll auch Gemeinden geben, vor allem in Süddeutschland, die sich gegenseitig die Maibäume klauen.
Was dann folgt, sind "Rückgabeverhandlungen" mit den Dieben.

Wieder andere hoffen am 1. Mai auf einen "Maistich". Die Tradition besagt, dass zwischen den Häusern zweier Liebenden ein Strich mit Kreide aufgemalt wird.
Den Feiertag nutzen viele aber auch, um zu demonstrieren. Viele Aufmärsche werden am "Tag der Arbeit" organisiert.
Politsche Gruppierungen, vor allem linke, rufen unter anderem für die Wahrung der Rechte der Arbeiter auf.
Berühmtheit erlangten die Unruhen am 1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg.

