Zu teuer, zu wenig Reichweite, zu umständlich, Strom ‘nachzutanken‘ – so lauten viele Meinungen.
Anders sind die Ansichten beim Transportgewerbe, wo die Elektromobilität Fuß fasst.
Ein überraschender Spitzenreiter ist die gute, alte Deutsche Post. Sie betreibt nicht nur eine der größten Transporterflotten in Deutschland, sie baut jetzt sogar eigene Elektrolieferwagen.
Streetscooter nennt sich die kantige Kreation auf vier Rädern, die es in allen Farben gibt, solange es Postgelb ist.
Keine Abgase, kein Motorenlärm, spart Tonnen von CO2 Ausstoß und ist praktisch, mit dem Kleintransporter hat die Post den Nagen auf den Kopf getroffen. Mehr als 2000 sind bereits im Verkehr und jetzt interessieren sich auch andere Unternehmen und Kommunen für das Modell. Jetzt will die Post eine zweite Produktionsstätte bei Aachen aufbauen.
Die traditionelle Autobranche in Deutschland ist inzwischen sauer auf die Post, denn das Elektroauto mit dem Posthorn auf dem Kühler zeigt, wie schwer es den hochbezahlten Managern in Wolfsburg, Zuffenhausen und München fällt, ein erschwingliches und alltagstaugliches Elektroauto für den Massenmarkt zu konzipieren und zu bauen.
Bis das mal geschieht, fährt die Post der Konkurrenz lautlos und elektrisch davon.
