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Wird das Leben in Australien tatsächlich immer teurer?

Benzin und Obst sind tatsächlich teurer geworden. Doch die jüngste Inflationsrate zeigt, dass die Lage wohl doch nicht so schlimm ist, wie viele annehmen.

Lebenskosten
Der Preis für Obst stieg im Dezemberquartal um 9,3 Prozent. Source: flickr_Sascha Kohlmann

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By Adrian Plitzco, SBS News

Source: SBS



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"Australien ist teuer!" Diesen Ausruf hört man hin und wieder, wenn man zum Beispiel Besuch aus der alten Heimat hat. Oder von deutschen Backpackern, die den Gang in eine gute Bäckerei scheuen, weil das Brot im Vergleich zu Deutschland immens teurer ist.

Oder man erwischt sich selbst bei dem Gedanken, dass Australien immer teurer wird: beim Benzin tanken, beim Gemüse kaufen oder bei der Bezahlung der Stromrechnung. Bei dieser Annahme ist man nicht alleine, denn viele Menschen haben den Eindruck, dass die Lebenskosten in Australien ständig steigen.

Doch Halt, jüngste Zahlen hinsichtlich Konsumentenpreise zeigen, dass es bei weitem nicht so schlimm ist.  Einer der Gründe, warum die Zentralbank nicht den Banken anderer Länder folgt, und die Leitzinsen erhöht, ist die zu schwache Inflation in Australien. Das bedeutet, dass die Preise nicht schnell genug steigen.

Die Zentralbank will, dass der Verbraucherpreisindex zwischen zwei und drei Prozent wächst. Das ist ein Mass, das die richtige Balance für einen wirtschaftlichen Wachstum gewährt.

Fallen die Preise, geben die Konsumenten weniger Geld aus, weil sie darauf warten, dass die Preise noch weiter fallen.

Steigen hingegen die Preise zu schnell und zu hoch, können es sich die Konsumenten nicht mehr leisten, Geld auszugeben, und das ist auch nicht gut.

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Der offizielle Inflationsreport von letzter Woche zeigt, dass die Inflation um 1,9 Prozent gestiegen ist. Sie liegt unterhalb der von der Zentralbank angepeilten Inflationsrate. Das bedeutet, dass die Leitzinsen in den kommenden Monaten wohl kaum angehoben werden.

Nun, obwohl die Inflation offiziell schwach ist, warum haben Konsumenten trotzdem das Gefühl, dass alles teurer wird?

Die Realität ist: während gewisse Waren oder Dienstleistungen teurer werden, werden andere billiger.

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Im Dezemberquartal war es zum Beispiel der Benzinpreis, der am meisten gestiegen war: um 10,4 Prozent. Der Preis für Obst stieg um 9,3 Prozent. Ferien und Übernachtungen im eigenen Land sind auch teurer geworden. Und letztlich der Tabak, wegen der aufgebrummten Steuer.

Im Vergleich dazu, sanken die Preise für Fernsehgeräte und Computer um 3,5 Prozent. Auch Ferien im Ausland sind billiger geworden sowie Handy-Geräte und deren Dienstleistungen.

Güter, die man jeden Tag, bzw. regelmässig kauft, wie etwa Lebensmittel oder Benzin sind teurer geworden, und deshalb bekommt man das auch direkt zu spüren.

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Hingegen bei Waren wie Fernsehgeräte, Kühlschränke, Waschmaschinen oder Handy-Geräte, die man weniger häufig kauft, bemerkt man es kaum, wieviel Geld man tatsächlich eingespart hat.

Schliesslich, was das dumpfe Gefühl, dass alles teurer wird, noch verstärkt, sind die Gehälter, die der Inflation hinterher hinken.


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