Die Änderungen betreffen alle wichtigen "Temporary Visa"-Kategorien, auch Studenten-, Arbeits- und Familienvisa.
Als Falsch-Angaben werden gewertet:
- falsche und ungenaue Informationen (inklusive falsch geschriebener Namen)
- fehlerhafte Dokumente (z.B. bei Bank-Unterlagen oder den Ergebnissen des Englisch-Tests)
- Versäumnisse aller Art
Die Angaben können dabei vom Antragsteller selbst oder einem für ihn handelnden Agenten stammen.
Das Strafmaß wurde nunmehr deutlich angehoben - von 12 Monaten auf 10 Jahre.
Laut Experten geht dies viel zu weit.
“[It] would have quite a devastating impact on any migrant who breached their rule of perfection in any manner whatsoever,” sagt Mary Crock, Einwanderungsrechts-Expertin an der University of Sydney. “If you’re denied that long then it’s going to become impossible to come to the country.”
Die Grünen wollen sich kommende Woche im Parlament für eine Aufhebung der neuen Maßnahmen einsetzen.
“This is a punitive and vindictive proposal from Peter Dutton that really is cracking a walnut with a massive sledgehammer,” sagte Senator Nick McKim zu SBS News.
Das Einwanderungsministerium will hingegen ein klares Zeichen gegen missbräuchliche Visa-Anträge setzen.
Migrationsagent Jujhar Singh Bajwa aus Melbourne bezeichnet die Maßnahmen als “very good step”, die gleichzeitig aber “very harsh” ausfallen würden. Vor allem für jene, die unwissentlich falsche Angaben machen. “Most [applicants] have no idea like what documents they need to submit, especially when it comes to the financial documents.”
