Noch nie war die Eisdecke der Arktis vor Ende des Winters so klein wie 2017. Das teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Die Eisschicht auf den Meeren rund um den Nord- und Südpol konnten sich demnach in der kalten Jahreszeit nicht erholen. Die Ursache für den Negativrekord in der Arktis war den Angaben zufolge der warme Herbst und Winter. Im März erreicht es normalerweise seine größte Ausdehnung. Nach Angaben von Forschern des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA hat die Eisdecke in der Arktis nur 14,42 Millionen Quadratkilometer erreicht. Auch in der Antarktis habe das Meereis "die geringste je von Satelliten gemessene Ausdehnung zu diesem Zeitpunkt in der südlichen Hemisphäre" erreicht, erklärten die Forscher. Seit 38 Jahren wird die Entwicklung der Eisflächen an den Polen gemessen.
Der Trend des schrumpfenden Eis um den Nordpol in den letzten Jahrzehnten war einer der stärksten Anzeichen des Klimawandels. Das Tauwetter schadet den Jägerleben der indigenen Völker auf dem Eis und droht Wildtiere wie Eisbären. Es macht auch die Region zugänglich für den Versand sowie Öl-und Gas-Exploration.
Dieser Link fuehrt auf die NASA Webseite, auf der man ein Video, Statistiken und viele Bilder von der Situation sehen kann:
https://www.nasa.gov/feature/goddard/2017/sea-ice-extent-sinks-to-record-lows-at-both-poles
