Manal al-Sharif absolvierte ihre gefährliche Aktion vor sieben Jahren. Sie brachte damit eine Bewegung in Gang, die in dem streng islamischen Land mehr Frauenrechte einfordert.
Die Bewegung konnte mehrere Erfolge verbuchen, kulminierend in der Ankündigung von Kronprinz Mohamed bin Salman al Saud, das Frauenfahrverbot aufzuheben.

Das neue Gesetz tritt am 24. Juni 2018 in Kraft. Es ist Teil eines delikaten Reformpakets des 32-jährigen Verteidigungsministers und Thronfolgers.

Al-Sharif, die ihren Job aufgab und nach Australien kam, freute sich auf die Rückkehr. Sie wollte eine der ersten Frauen mit einem Führerschein sein.
Ausserdem wollte sie Saudi-Arabien von Osten nach Westen durchqueren, mitten durch das Kernland des ölreichen, streng wahhabistischen Wüstenstaates.

Wie al-Sharif sagt, wird ihre Bewegung, die von anderen Aktivistinnen unterstützt wird, von Saudi-Arabien torpediert. Dazu gehören Einschüchterungsversuche zuhause und in Australien.
Andere Aktivistinnen seien schon verhaftet worden, sagt al-Sharif. Sie spricht von einer Schmierkampagne, bis hin zu Todesdrohungen aus dem Königreich und Australien.
Al-Sharif hat die Todesdrohungen der Polizei von New South Wales gemeldet. Den Flug in die Heimat hat sie storniert:
