Schuld an dieser Tragödie ist das berüchtigte Loch – oder genauer die Löcher - in der Ozonschicht, die in etwa 30 – 40 Kilometer Höhe den ganzen Erdball umhüllt und alle Lebewesen vor den tödlichen UV Strahlen der Sonne beschützen soll. Doch das funktioniert nicht mehr richtig, denn chlorhaltige Chemikalien in industriellen Abgasen haben der Ozonschicht nachhaltig geschadet und die dunkle Seite der Sonne ans Licht gebracht. Nur Unvorsichtige und Touristen gehen jetzt noch ungeschützt in die Sonne.

Jetzt haben Forscher aus der Schweiz aber festgestellt, dass der Schaden durch die ausgedünnte Ozonschicht noch viel weiter reicht. Selbst in den Tropen und im Südpazifik wird das Klima in Mitleidenschaft gezogen.
Während in Australien mit Regelmäßigkeit uralte Hitzerekorde purzeln, haben die Schweizer Klimaforscher jetzt nachgewiesen, dass in Französisch-Polynesien beispielsweise der Niederschlag von Oktober bis Dezember zwischen den 1960er- und den 1990er-Jahren um etwa 50 Prozent zugenommen hat. Ein großer Teil dieser Zunahme lässt sich direkt auf den Einfluss des Ozonlochs zurückführen.
Eine Regeneration der Atmosphäre macht nur langsam Fortschritte, obwohl seit 1987 alle ozonzerstörende Chemikalien wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe verboten sind.
Noch 2015 gab es ganz unerwartet ein Riesenloch in der Ozonschicht, das mit dem Ausbruch eines Vulkans in Chile in Verbindung stehen soll, doch ehe die Situation ab Mitte diesen Jahrhunderts endlich wieder besser werden soll, müssen noch weitere Schreckensnachrichten verdaut werden.
