Die Prognose lautet: Wir werden wohl auch in 30 Jahren weiterhin Cappuccinos und Latte Macchiatos schlürfen, wenn sich die Erde aber in ähnlichem Tempo weitererwärmt, wird der aber wesentlich teurer und das bei schlechterer Qualität.
Laut eines Reports australischen Climate Institutes ist bis zum Jahr 2050 die Hälfte des Landes, das sich für den Anbau der Bohnen eignet, gefährdet. Mexiko könnte schon bis 2020 einen Großteil seiner Plantagen verlieren. Die berühmte Arabica Bohne könnte bis zum Ende des Jahrhunderts gänzlich verschwunden sein.

Kaffeebohnen sind heikel: Die Arabica bevorzugt beispielsweise Temperaturen zwischen 18 und 21 Grad. Vor allem zu warmes Wetter, zu viel oder zu wenig Regen kann die Pflanzen umbringen. Durch den Klimawandel wechseln die Bedingungen aber und Wetterextreme werden häufiger. Am besten wächst die Kaffeebohne in warmen bis tropischen Regionen, gerade da geht der Klimawandel aber schneller und stärker vor sich.
Doch die Weltbevölkerung will ihren Kaffee: 2,25 Milliarden Tassen werden täglich getrunken.

Noch besteht aber Hoffnung: Den Bauern müsse geholfen werden, die Pflanzen vor dem Wetter zu schützen, sagt Brenda Ekwurzel, Klimaforscherin bei der "Union of Concerned Scientists". Wo es geht, wird bereits versucht entgegenzusteuern. Beispielsweise mit großen Bäumen oder Hecken, die die Pflanzen etwa vor Stürmen schützen sollen.
