Nach tagelangem Ausnahmezustand kehrt die Hansestadt zum Normalzustand zurück. Die Demonstrationen rund um den G-20-Gipfel haben aber ihre Spuren hinterlassen. SBS German sprach mit dem Journalisten Kai-Felix Jochens.
Die dreitägigen Gewaltexzesse trüben den Gipfel der Weltindustrienationen in Hamburg.
Linksradikale Randalier lieferten sich einen gewaltsamen Kampf mit den Sicherheitskräften. Dabei wurden zahlreiche Einsatzkräfte verletzt und mehrere Menschen festgenommen.
Vor allem im Schanzenviertel wurden Geschäfte geplündert, Autos und Müll angezündet und Häuser beschädigt.

"Unzählige Hamburger haben sich gesagt ´Hoffentlich geht es ganz schnell wieder vorbei´" berichtet ZDF-Mitarbeiter Kai-Felix Jochens SBS German von der Stimmung während der letzten Tage.
"Die Stadt versucht jetzt wieder Normalzustand einkehren zu lassen. Der Alltag der Bewohner war während der letzten Tage massiv eingeschränkt - durch eine massive Polizeipräsenz und die Gewalt der Randalierer."
Tausende Anrainer kamen ungewollt zum Handkuss. Andre Kramer erreichte mit seiner Botschaft mediale Präsenz:
Jochens berichet weiter: "Ich selbst war nur tagsüber unterwegs, da habe ich mich nie bedroht gefühlt und keine gewaltätige oder agressive Stimmung wahrgenommen. Nachts war es aber sicher anders."
Kritik an den Organisatoren
Die Wahl auf das Messeviertel als Austragungsort des G-20-Gipfels hat viel Kritik ausgelöst. "Warum gerade in der Nähe zur Innenstadt und zum Schanzenviertel?", meint Jochens, "ich denke, man hat das Chaos von Vornherein in Kauf genommen."

