Andreas Konrad singt die Rolle des Herodes in der Oper Salome, die zurzeit im Sydney Opernhaus läuft. Wer sich unter einer Oper verstaubte Kulissen und stocksteife Sänger vorstellt, ist hier allerdings falsch gewickelt. Die Inszenierung von Gale Edwards ist eine extravagante Bühnenshow mit weltbekannten Sängern, der hochemotionalen Musik von Richard Strauss, fast schon überbordenden Kostümen, bluttriefenden Kulissen und sogar professionellen Tänzerinnen.
Der Tenor Andreas Conrad ist zu Gast in Australien, und nicht zum ersten Mal – er reist ständig durch die Welt und hat auch mit der Superstar- Sopranistin Lise Lindstrom, die die Rolle der Salome singt, und Jacqueline Dark, seine Gattin, der bösartige Königin Herodias, schon öfters auf der Bühne gestanden. Die künstlerische Zusammenarbeit läuft also hervorragend.
Die Handlung:
Salome ist eine Bibelgeschichte, die von Oskar Wilde 1891 als Drama und dann von Strauss 1905 als Oper interpretiert wurde. Salome ist eine verführerische junge Frau, die eigentlich immer kriegt was sie will, weil sie von allen begehrt wird. Nur Jochanaan (der Täufer Johannes) weist sie zurück. Und deshalb verlangt sie als Preis für ihre Hingabe an ihren Stiefvater Herodes (Andreas Konrad) – Jochanaans Kopf.





