Missbrauch auf emotionaler Ebene kann viele Formen annehmen und kommt leider sehr häufig vor: 3,3 Millionen Australier über 15 Jahren haben mindestens einmal im Leben emotionale Misshandlungen erfahren - durch den eigenen Partner. Das zeigen neueste Zahlen des Australian Bureau of Statistics. Die Folgeschäden sind enorm, sind aber von außen meist nicht sichtbar. Erschwert wird die Situation oft für Einwanderer, die Sprachbarrieren haben und keinen Zugang zu Hilfe finden.
Dieser Audio-Beiträg lässt Betroffene und Experten zum Thema "emotionaler Missbrauch" zu Wort kommen. Von der Regierung in Canberra werden diese Misshandlungen als häusliche Gewalt eingestuft. Eine Vielzahl an Verhaltensweisen werden dem seelischen Missbrauch zugeschrieben: Einschüchterung, Kontrolle, Isolation oder Manipulation einer anderen Person.
Psychologin und Buchautorin Monique Toohey nennt emotionale Misshandlungen tükisch und schleichend, weil sie in den meisten Fällen von außen nicht gesehen werden können. Ein Problem in vielen Fällen ist die gefühlte Auswegslosigkeit: Die Opfer suchen nicht die Flucht, weil sie befürchten, ohne den Partner mit nichts dazustehen. Die Narben, die emotionaler Missbrauch hinterlässt sind oft massiv, teilweise führt er bei den Betroffenen bis zum Suizid.
Experten raten in jedem Fall, sich vertrauenswürdigen Freunden, Verwandten und auch Fachleuten anzuvertrauen.
5 Anzeichen für emotionalen Missbrauch sind:
- Beschimpfungen und Verunglimpflichungen einer anderen Person
- Eine andere Person von Familie und Freunden zu isolieren
- Den persönlichen Freiraum der Person einschränken
- Kontrolle über die Finanzen und Verpflegund der anderen Person übernehmen
- Anerkennung vorenthalten als Zeichen von Bestrafung
Beratung und Hilfe bieten rund um die Uhr: 1800RESPECT unter 1800 737 732 oder die "Lifeline" unter 131 114, in Notfällen: 000. Hier finden sich Informationen in 28 Sprachen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte mindhealth connect, reachout oder beyond blue.




