Vor 140 Jahren, dem 8. Dezember 1881, brach im Ringtheater in Wien ein verheerendes Feuer aus. Nahezu 400 Menschen verbrannten. Die Filmemacherin Maya McKechneay hält die damalige Katastrophe in ihrem Dokumentarfilm "Sühnhaus" fest. Sie entdeckt dabei Parallelen zu Ereignissen, die auf den ersten Blick nichts mit der Brandkatastrophe zu tun haben und die sogenannte Wiener Obrigkeit in ein fragwürdiges Licht stellen.

Maya McKechnkeay stammt aus München.

Der Dokumentarfilm "Sühnhaus" erschien 2016.
Sühnhaus ist die Geschichte einer glücklosen Adresse: Wien, Schottenring 7. Hier stand das Ringtheater, in dem 1881 fast vierhundert Menschen verbrannten. Hier baute der Kaiser ein Sühnhaus, um alles wieder gut zu machen. Und niemand wollte darin wohnen. Hier eröffnete der noch unbekannte Sigmund Freud seine Praxis. Und zog wieder aus, als sich eine Patientin im Treppenhaus zu Tode stürzte. Hier legte die GESTAPO Feuer, um Akten zu vernichten, und vernichtete des Kaisers angeblich unbrennbares Vermächtnis. Hier wurde die Angst des Kalten Krieges in Beton gegossen: Wiens Schaltzentrale für den Störfall, 18 Meter unter dem Boden, bis heute unberührt. Der Essayfilm SÜHNHAUS bewegt sich assoziativ durch Monarchie, Erste und Zweite Republik und verknüpft Bilder, Ereignisse und Gedanken, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Als Geisterhausfilm ohne Geister nimmt er die Geschichte eines Grundstückes zum Anlass, um nach den ganz realen Leichen im Keller Österreichs zu suchen.
Mehr Informationen zum Film erhalten sie auf www.freibeuterfilm.com




