Anhörungen der Royal Commission on Antisemitism and Social Cohesion haben ergeben, dass viele Opfer und Täter von Antisemitismus in Australien Kinder sind. Wie also sollen wir das Thema altersgerecht diskutieren?
Die klinische Psychologin Amanda Gordon sagte gegenüber SBS Examines, dass immer mehr Familien Rat suchen, wie sie mit ihren Kindern über Antisemitismus sprechen können.
Kinder kommen mit Fragen wie: Warum hassen Menschen Juden? Sind wir sicher? Warum gibt es Sicherheitspersonal an unserer Schule?
Sie ist der Ansicht, dass Kinder je nach Alter unterschiedlich angesprochen und unterstützt werden sollten.
Der Kindergärtnerin Olga Weintraub Elia zufolge könnten selbst sehr kleine Kinder die Bedeutung von Freundlichkeit und Vielfalt verstehen.
„Sie müssen keine politischen Erklärungen abgeben, aber Sie können über Fairness, Freundlichkeit und Respekt sprechen“, rät sie.
Shoshana, Lehrerin an einer High School, findet, dass es schwieriger sei, solche Gespräche mit Teenagern zu führen.
Es geht nicht darum, ob sie Antisemitismus gesehen haben, sondern wann sie Antisemitismus gesehen haben.
Shoshana zufolge hätten ihre Schüler oft Witze oder Memes online geteilt, ohne zu wissen, dass sie antisemitischen Ursprungs waren.
„Man muss einfach in der Lage sein, mit ihnen darüber zu sprechen, ehrlich gesagt... ihnen vorleben, wie rationales Denken aussieht, wenn es um Dinge wie Antisemitismus und Rassismus geht.“
In dieser Folge beschäftigt sich SBS Explains mit der Frage: Wie sollen wir mit Kindern über Antisemitismus sprechen?
Sollten Sie Unterstützung in Krisensituationen benötigen, können Sie Lifeline unter 13 11 14 und die Kids Helpline unter 1800 55 1800 für junge Menschen im Alter von bis zu 25 Jahren kontaktieren.





