Live-Webcams bringen Wildtiere direkt ins Wohnzimmer: Sie schaffen eine neue Nähe zur Natur, begeistern Millionen Menschen und helfen gleichzeitig der Forschung – etwa mit der beliebten Übertragung eines Storchennests in Bad Salzungen. Pressesprecherin Silvia Teich vom NABU erklärt, warum solche Projekte mehr sind als nur ein Publikumserfolg und welches Potenzial sie für den Naturschutz haben können.
Tierschutz bewegt viele Menschen. Doch oft bleibt die Verbindung zu Wildtieren abstrakt – schließlich erleben die meisten von uns sie nicht direkt in ihrem natürlichen Lebensraum. Eine Idee, die das ändern kann, sind Live-Webcams: Sie zeigen Tiere rund um die Uhr in freier Natur und machen ihre Lebenswelt für alle zugänglich. Solche Kameras haben sich nicht nur als Publikumsmagnet erwiesen, sondern liefern auch wertvolle Erkenntnisse für die Forschung.
In Deutschland setzt der Naturschutzbund NABU seit Jahren auf dieses Konzept. Besonders beliebt ist etwa die Live-Übertragung eines Storchennests in der thüringischen Stadt Bad Salzungen. Die Bilder begeistern tausende Zuschauerinnen und Zuschauer und schaffen eine unmittelbare Verbindung zur Natur. Vielleicht ein Modell, das auch in Australien noch mehr Menschen für den Naturschutz begeistern könnte.

Silvia Teich arbeitet seit neun Jahren als Pressesprecherin beim NABU, ist ausgebildete Journalistin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Umwelt- und Naturschutzthemen.
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