Die Slow TV-Bewegung hat ihren Ursprung in Europa. Norwegen zum Beispiel begeisterte unlängst mit einer 168-Stunden-Show über die Migration von Rentieren. Und in der Schweiz durften die Zuschauer auch schon mal eine Matterhorn-Besteigung mitmachen, hoch über Zermatt.
Auch in Deutschland gibt es ähnliche Slow TV-Programme. Beispiel: ein Regionalfernsehsender in Köln sendet unkommentierte, nächtliche Strassenbahnfahrten. Jene Show ist vor allem bei Leuten beliebt, die nicht einschlafen können - kein Witz!

Das Slow TV-Format nimmt die Zuschauer mit auf eine ausgedehnte Reise. Das Motto heisst: Entschleunigung. Im Fall der SBS Sendung The Ghan wird das Programm den Zuschauern einen einzigartigen Blick in die landschaftlichen Schönheiten des legendären Outbacks bieten.
Warum gerade der Ghan?
Der Ghan-Zug ist nach den Kameltreibern aus Afghanistan benannt, die - noch vor der Ankunft der Eisenbahn - die riesigen Weiten zwischen Adelaide und Darwin erschlossen, mit ihren genügsamen "Wüstenschiffen".
Ausserdem waren viele Aborigines, Asiaten und Europäer am Bau der Eisenbahn beteiligt, die auch dazu beitrug, dass Alice Springs und Port Augusta zu boomenden, multikulturellen Regionalzentren wurden.
Die Slow TV-Sendung The Ghan ist im Januar 2018 bei SBS zu sehen!

