Die Vereinten Nationen haben ihren 2017 World Happiness Report veröffentlicht. Das Dokument erinnert Regierungen in aller Welt, dass Wachstum und Fortschritt nicht der einzige Gradmesser für Erfolg sind. Ebenso wichtig ist das individuelle "Glücksempfinden" der Bürger.
Untersucht wurden 155 Nationen.
Die Autoren der Studie fragten die repräsentativ ausgesuchten Teilnehmer, Glück und Zufriedenheit auf einer Skala von 0 bis 10 zu bewerten. Die Höchstnote 10 für paradiesisch glücklich, eine 0 für zu Tode betrübt/total unglücklich.
Die glücklichsten Menschen leben demnach - wen erstaunt's - in den westlichen, industrialisierten Nationen, mit Australien auf Platz 9 und Deutschland auf Rang 16. Am glücklichsten: Die skandinavischen Länder, gefolgt von der Schweiz.
Die 10 glücklichsten Nationen:
1. Norwegen
2. Dänemark
3. Island
4. Schweiz
5. Finnland
6. Holland
7. Kanada
8. Neuseeland
9. Australien
10. Schweden
Dahinter:
13. Österreich
16. Deutschland
Die wichtigsten Glücksfaktoren, so die Autoren der UN-Studie, sind Einkommen, Jobsicherheit, Bildungsgrad, Familienleben, sowie die geistige und körperliche Gesundheit.
Andere wichtige Gradmesser sind Pro-Kopf-Einkommen, Lebenserwartung, soziale Vernetzung, Grad der Korruption, persönliche Freiheit, sowie Grosszügigkeit, gemessen am Grad der Spendenfreudigkeit.
In westlichen Nationen wie Australien und Deutschland gilt die "innere Ruhe" als ein höheres Glücksgut, im Vergleich zu Einkommen, Karriere und körperlicher Gesundheit.
Die 10 unglücklichsten Nationen:
146. Jemen
147. Südsudan
148. Liberia
149. Guinea
150. Togo
151. Ruanda
152. Syrien
153. Tansania
154. Burundi
155. Zentralafrikanische Republik
In den ärmeren Ländern erachten die Menschen die ungleiche Einkommensverteilung als wichtigsten Grund für ihr "Unglück". Aber auch in diesen Ländern ist der innere Frieden ein hohes Glücksgut - und daher meistens ein Problem.
China liegt auf Platz 79.
