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SBS Examines: Kann die Natur dabei helfen, Einsamkeit zu bekämpfen?

Two people pose in front of two collaged pictures on green nature

Eine in Melbourne durchgeführte Studie hat ergeben, dass „Naturverschreibungen“ dazu beitragen können, die Einsamkeit bei LGBTQIA+-Migranten und -Flüchtlingen zu verringern. Credit: Olivia Di Iorio / Nerkez Opacin

In einer kürzlich durchgeführten Studie mit LGBTQIA+-Asylbewerber:innen und Flüchtlingen wurde die Natur nicht nur als Treffpunkt genutzt, sondern auch als Umgebung, in der sich die Teilnehmer:innen sicher fühlten, ohne hinterfragt oder beurteilt zu werden.


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By Olivia Di Iorio

Source: SBS




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In einer kürzlich durchgeführten Studie mit LGBTQIA+-Asylbewerber:innen und Flüchtlingen wurde die Natur nicht nur als Treffpunkt genutzt, sondern auch als Umgebung, in der sich die Teilnehmer:innen sicher fühlten, ohne hinterfragt oder beurteilt zu werden.


Ian Seal ist Geschäftsführer von Many Coloured Sky, einer Organisation, die LGBTQIA+-Flüchtlinge und Asylbewerber:innen in Melbourne unterstützt. Gegenüber SBS Examines sagte er, dass Einsamkeit ein großes Problem in der Community sei.

„Sie fühlen sich mit Menschen von ihrem eigenen kulturellen Hintergrund am wenigsten sicher und mit denen sind sie hier in Australien am wenigsten verbunden, weil sie eine Kultur repräsentieren, vor der sie fliehen mussten“, so Ian Seal.

„Viele unserer Community-Mitglieder sprechen davon, dass sie eine Wahl treffen müssen zwischen: Bleibe ich mit meiner Kultur und meinem Hintergrund und meiner Familie und Gemeinschaft verbunden? Oder finde ich einen Platz in der LGBTIQ+-Community?“

Mim musste sich damit auseinandersetzen, als sie vor 11 Jahren von Vietnam nach Australien gezogen war.

„Ich war sehr schüchtern und mein Englisch war begrenzt. Deshalb bin ich meistens bei meiner vietnamesischen Community geblieben. Ich versuche, meine Sexualität und auch meine Identität zu verbergen „, erzählten sie SBS Examines.

Mim wurde eingeladen, an einem achtwöchigen Naturprogramm mit 36 anderen LGBTQIA+-Flüchtlingen und Asylbewerbern teilzunehmen.

Die Teilnehmer:innen beobachteten Vögel, aßen gemeinsam und reflektierten im Freien, machten Spaziergänge am Strand und gärtnerten.

Der leitende Wissenschaftler Nerkez Opacin erklärte gegenüber SBS Examines, dass im Anschluss an das Programm die Einsamkeit bei den Teilnehmer:innen ab- und ihre Verbundenheit zur Natur zunahm.

„[Die Natur] dient als neutraler, urteilsfreier Ausgangspunkt, um Kontakte zu knüpfen.“

Mim sagt, das Programm sei für sie eine sanfte Art, Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

„Die Natur heilt... Ich fühle Frieden.“

In dieser Folge von SBS Examins untersuchen wir, wie die Natur helfen kann, Einsamkeit zu bekämpfen.


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