Medikamente zur Verhinderung der HIV-Übertragung sind in Australien leicht erhältlich, auch für Inhaber eines vorübergehenden Visums und für Personen ohne Medicare. Warum also verpassen einige LGBTQI+-Migranten etwas?
Thisanut Kaewnukul kam 2022 aus Thailand nach Australien. Er erzählt SBS Examines, dass seine Erfahrung mit dem Zugang zu PrEP — einem Vorbeugemedikament, das hilft, die HIV-Übertragung zu verhindern — zu diesem Zeitpunkt überwältigend war.
PrEP ist zwar kostenlos oder zu niedrigen Kosten erhältlich, auch für Personen ohne Medicare, aber Thisanut hatte Mühe, diese Informationen zu finden.
„Ich hatte das Gefühl, dass ich mir Gedanken über die Lebenshaltungskosten und meine finanzielle Situation machen musste. Und außerdem fühle ich mich nicht mit jedem Hausarzt wohl, darüber zu sprechen“, so Thisanut.
Alexandre San Martim Portes ist Multicultural Peer Navigation Lead bei Emen8, einem nationalen Programm zur Aufklärung über HIV und sexuelle Gesundheit für Schwule, Bi+ und andere Männer, die Sex mit Männern haben. Ihm zufolge sei Thisanuts Erfahrung weit verbreitet.
„Es kann beängstigend sein... stell dir vor, das in einer Sprache zu tun, die nicht deine Muttersprache ist. Du musst Begriffe verstehen, an die du nicht gewöhnt bist. Du musst mit jemandem darüber sprechen, wie viele Sexualpartner du in den letzten Monaten hattest.“
„Es kann für jemanden schwierig sein, je nach seinem Hintergrund, und wenn man das dann auf Englisch macht, kommt eine andere Ebene hinzu.“
In dieser Folge von SBS Examines wird untersucht, wie Männer mit Migrationshintergrund, die Sex mit Männern haben, sexuelle Gesundheitsdienste in Australien in Anspruch nehmen können, und fragt, wie wir eine sicherere Umgebung für diese Gespräche schaffen können.
Diese Episode wurde in Zusammenarbeit mit SBS Thai produziert.





