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SBS Examines: Wie sich politische Trauer auf den sozialen Zusammenhalt auswirkt

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Laut einem Bericht des Grattan Institute möchte nur etwa jeder zehnte Australier nicht mit einer Person befreundet sein, die andere politische Ansichten vertritt. Source: Getty / Lisa Maree Williams; Daniel Munoz

Wenn wir mit Ereignissen oder Ideologien konfrontiert werden, die unseren eigenen Überzeugungen widersprechen, kann das ein Gefühl auslösen, das Fachleute „politische Trauer“ nennen. Manche denken, dieses Gefühl kann die Polarisierung unserer Gesellschaft verschärfen.


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By Lera Shvets, Lorien Chen

Presented by Julia Grewe

Source: SBS




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Wenn wir mit Ereignissen oder Ideologien konfrontiert werden, die unseren eigenen Überzeugungen widersprechen, kann das ein Gefühl auslösen, das Fachleute „politische Trauer“ nennen. Manche denken, dieses Gefühl kann die Polarisierung unserer Gesellschaft verschärfen.


Haben Ihre politischen Ansichten Einfluss auf Ihre Freundschaften? Oder finden Sie es schwierig, sich mit der politischen Partei zu identifizieren, für die Sie früher gestimmt haben?

Experten nennen dieses Gefühl „politische Trauer“. Sie denken, dass dies zu einer weiteren Polarisierung führen kann.

Professor Larissa Hjorth von der School of Media and Communication der RMIT University erklärte gegenüber SBS Examins: Politische Trauer äußert sich in einer Polarisierung der Medien und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Die Sache mit politischer Trauer ist, dass man diese Echokammern bekommt.
Professor Larissa Hjorth, Fakultät für Medien und Kommunikation, RMIT University

„Jemand, der sich politisch links orientiert, jemand, der sich rechts orientiert, sie kommen überhaupt nicht zusammen“, sagt sie.

Das Grattan Institute stellte kürzlich fest, dass die allgemeine Polarisierung in Australien nach wie vor geringer ist als in einigen anderen Demokratien.

Der neue Bericht „For the people: Futureproofing Australia's democracy“ zeigt, dass nur etwa eine:r von zehn Australier:innen sagt, nicht mit einer Person befreundet sein zu können, die gegensätzliche politische Ansichten vertritt.

Der Gesellschaftsvertrag des Landes steht jedoch unter Druck.

Kate Griffiths, stellvertretende Direktorin des Demokratieprogramms am Grattan Institute, zufolge, verspüren Australier:innen ein schwindendes Gefühl der Zugehörigkeit und ihrer Möglichkeiten sowie ein wachsendes Gefühl der Ungerechtigkeit.

Das sind Dinge, die zu einem Rückzug oder zur Unzufriedenheit mit dem System selbst führen könnten.
Kate Griffiths, stellvertretende Direktorin des Demokratieprogramms am Grattan Institute

In dieser Folge beschäftigt sich SBS Examines mit politischer Trauer und fragt einige Australier:innen nach ihren Erfahrungen.

Diese Episode wurde in Zusammenarbeit mit SBS Mandarin produziert.


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