Seit der Entdeckung des Alkohols suchen die Menschen nach "dem" Wundermittel gegen Kater. Doch selbst nach tausenden von Jahren gibt es noch keine wirklich zuverlässige Methode, die die lästigen Nebenwirkungen nach einem feuchtfröhlichen Gelage eliminiert.
Die alten Römer vertrauten auf den Verzehr von zwei Euleneiern, die moderne Gesellschaft greift zu isotonischen Sportgetränken. Dazwischen liegen zahllose Möglichkeiten, die zu alter Frische verhelfen mögen.
Hier ist eine Auswahl an Wundermitteln, die rund um den Globus angewendet werden.
1. Kokosnusswasser
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Heute vielfach gepriesen als ein natürliches Erfrischungsgetränk, wurde Kokosnusswasser früher in Bangladesch als traditionelles Mittel gegen Kater getrunken. Nach einem wissenschaftlichen Artikel im Time-Magazin 2010 wurde das Getränk in den westlichen Ländern populär und ist seither in jedem Supermarkt zu finden.Kokosnusswasser unterstützt den Erholungsprozess im Körper, indem es Elektrolyten freisetzt, die helfen, mehr Wasser zu absorbieren.
2. Birnen
Forscher des australischen Wissenschaftsinstituts CSIRO schwören darauf, dass Birnen Alkohol im Blut schneller abbauen. Vor allem 2,2 dl der Variante der asiatischen oder koreanischen Birne verringert in Form von Saft das giftige Stoffwechselprodukt Acetaldehyd, das für die typischen Katersymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Durst und Unwohlsein verantwortlich ist. Allerdings lässt sich der Effekt nur dann beobachten, wenn der Birnensaft vor dem Alkoholkonsum getrunken wird.
3. Kaffee
Die italienische Methode: ein Schuss starker Espresso. Aber hilft es wirklich? Kaffee ist dafür bekannt, den Blutkreislauf anzukurbeln, das wiederum kann mögliche, typische Rotwein-Kopfschmerzen lindern. 4. Blutwurst
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Die Blutwurstkur ist nicht jedermanns Sache. Sie lässt sich aber in einer Anzahl Kulturen finden. Die Koreaner verarbeiten sie in einer Brühe und die Engländer verspeisen die Blutwurst mit Vorliebe gebraten zum Frühstück. Wissenschaftlich fundiert ist die Wohltat einer Blutwurstkur keineswegs. Da aber viele Alkoholgeschädigte weltweit darauf schwören, könnte vielleicht etwas Wahres dran sein.5. Prairie Oyster
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Prairie Oyster oder auch Prarie Cocktail ist nichts für solche mit schwachen Nerven. Denn für einen richtigen Mix braucht es ein rohes Ei, Worcestershire Sauce, scharfe Sauce, Salz und Pfeffer.Erfunden haben das brennende Getränk die Amerikaner im 19. Jahrhundert. Mit Vorliebe wird es von Cowboys und Showgirls in US-Spielfilmen geschluckt. Auch hier gibt es keine Garantie dafür, dass er gegen Kater hilft.
6. Reperaturseidl
In Österreich ein Begriff. Angewendet wird die Methode des ersten Biers am Morgen nach einem Rausch allerdings auch von anderen westlichen Kulturen. Manche greifen zum Champagner zum Frühstück, doch die alkoholischen Getränke verschieben nur das »Nüchtern-Werden« bzw. den Kater, der dann umso heftiger kommt. 7. Wasser
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Ein erprobtes Vorbeugemittel! Am besten trinkt man so viel Wasser wie man kann. Als Faustregel gilt: Mindestens so viel Wasser wie Alkohol. Um es spannender zu machen, trinkt man abwechslungsweise ein Glas Bier, danach ein Glas Wasser. Man muss zwar nachts wohl oft auf die Toilette, aber hat am nächsten bestimmt Tag keinen Kater.