For many, the Eurovision Song Contest is more than just a music competition — for some, it is a real way of life. Stefan from Hamburg has been captivated by the ESC since childhood: His first contact with the then “Grand Prix Eurovision de la Chanson” was in 1967. His early fascination turned into a lifelong passion that even took him behind the scenes of the competition.
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Wolfgang Müller: Morgen steigt Das größte Musikevent Europas und
mit uns sind Sie live und kostenlos dabei. SBS
überträgt den Eurovision Song Contest 2026 aus
Wien. Seit Jahrzehnten zieht der ESC Menschen aus
allen möglichen Ländern vor die Fernseher und für
viele Fans ist der Wettbewerb viel mehr als nur
ein Song Contest. Für manche ist er ein
Lebensgefühl. So wie für Stefan aus Hamburg sein
erster Escape, da war er gerade einmal vier Jahre
alt.
Stefan: Ich habe meinen ersten, damals hieß er noch Grand
Prix Eurovision de la Chanson im Jahr 1967
gesehen, da war ich vier Jahre und paar Monate alt
und wenn ich mich richtig daran erinnere, war es
wohl das erste Mal in meinem kurzen Leben bis
dato, dass ich nicht früh ins Bett musste und so
lange auch bleiben durfte, wie ich denn wollte,
Weil Mama und Papa haben denn Song Contest gesehen
und wie das in den ER Jahren so Tradition war,
haben so ein Mettigel und Käseigel gemacht und
Salzstangen gab es dazu. Meine Eltern haben Bowle
getrunken, ich durfte sogar Brause, wie das damals
hieß, Limonade trinken und war ganz fasziniert.
Fernsehgucken abends spät und ich glaube nach dem
dritten oder vierten Lied war ich so müde und bin
bei Mama auf dem Schoß eingeschlafen, habe
eigentlich von der Sendung, von der Show gar nicht
mehr so viel mitbekommen, außer als das Siegerlied
Wolfgang Müller: noch mal gespielt wurde, das Siegerlied Puppet on
a String von Sandy Show für Großbritannien. Für
Stefan wurde daraus eine lebenslange Leidenschaft.
Stefan: Meine armen Eltern mussten das dann von morgens
bis abends, wann immer sie Zeit hatten, für mich
auf den Plattenspieler legen und abspielen. So das
war mein erster Kontakt mit dem ESC und dann war
es eigentlich absolut faszinierend, dem Wettbewerb
zu folgen. Man hat für das eigene Land gefiebert,
für Deutschland und manchmal auch war man
überrascht, wie andere Länder Musik präsentieren.
Die Sprachen haben sich für mich fremd angehört,
aber auch später dann als Griechenland und die
Türkei. Dazu kamen auch die doch sehr schon
orientalisch klingenden Teile in den Liedern. Das
war ja was ganz besonderes was man hier so in
Deutschland überhaupt nicht im Radio gehört hat.
Das war dann ja in den er
Wolfgang Müller: Jahren aus dem Fan wurde später sogar selbst ein
kreativer Teil der ESC Welt, zumindest hinter den
Kulissen.
Stefan: Ich selber kann nicht singen, überhaupt nicht. Ich
glaube, dann wäre der Saal sofort leer. Aber ich
wollte schon immer Songtexte schreiben und habe
mich dann hingesetzt. Das waren dann eigentlich
eher dann Gedichte, weil ich konnte es ja leider
auch nicht vertonen, habe mir aber so meine
Fantasie, wie könnte man das auf der Bühne
präsentieren, welcher der deutschen Sänger könnte
das singen. Später dann, nach dem Abitur, kam auch
die Idee, englischsprachige Texte zu schreiben.
Und da ich französisch Leistungskurs hatte, gab es
auch eine Phase, wo ich der Meinung war, ich
müsste französische Chansons, zumindest die Texte
dafür schreiben. Im Jahr 2005 habe ich eine
Kollegin kennengelernt, die auf der Bühne singt
nebenbei und auf Hochzeiten so eine Eventsängerin.
Und die hatte die Idee doch mal mit einem Text von
mir, was ihr sehr gut gefiel, in ein befreundetes
Tonstudio zu gehen. Und dort habe ich dann das
erste Mal erlebt, wie ein Song entsteht und es hat
mich sehr fasziniert und es hat mir ein Gefühl
gegeben. Meine Worte, meine Idee, die ich in Worte
gefasst habe, wurden dann von einer Künstlerin
gesungen, aufgenommen, es wurden die Instrumente
zu eingespielt und am Ende gab es ein fertiges
Lied, was ich nur vorher im Kopf hatte und auf
einmal konnte es die ganze Welt hören, zumindest
wir drei im Tonstudio. Das war klasse. Seitdem bin
ich eigentlich süchtig danach etwas zu produzieren
und kreativ zu sein.
Wolfgang Müller: Und Stefan ging noch einen Schritt weiter. Er
reichte Songs für die nationalen ESC
Vorentscheidungen ein, unter anderem in Malta,
Norwegen und Litauen.
Stefan: In Litauen war unser Lied sogar in der
Vorentscheidung im Fernsehen und hat glaube ich
schon lange her. Ich müsste mal nachgucken,
welches Jahr hat von 16 Beiträgen den achten
belegt, sowohl aus Sicht der Jury als auch aus
Sicht der Tele Voter. Das war schon mal stimmig,
dass beide es gleich eingeschätzt haben und 8 von
16 war ich schon zufrieden mit.
Wolfgang Müller: Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm aber Ein
ganz bestimmtes ESC Jahr 2010 der Sieg von Lena
Meyer Landrut für Deutschland.
Stefan: Am schönsten war für mich eigentlich mit das Jahr
2010 als Lena Meyer Landrut mit satellite für
Deutschland gewonnen hat, weil ich habe zwar
damals im Fernsehen als junger Mann den Sieg von
Nicole mit ein bisschen Frieden mitbekommen. Aber
nachdem Deutschland da in den Jahrzehnten
dazwischen immer relativ schlecht abgeschnitten
hat, war das wirklich eine Überraschung. Und wir
haben mit Lena zusammen in der Hotelloune bis
morgens um 5 gefeiert und getanzt. Und die
Reporter waren dabei und die Künstler und es war
so eine tolle Stimmung, das werde ich nie
vergessen.
Wolfgang Müller: Ein Jahr später beim Eurovision Song Contest in
Düsseldorf war Stefan dann sogar direkt hinter den
Kulissen im Einsatz, da er im Fanclub involviert
ist. Bei einem Clubabend vor dem eigentlichen
Event war Stefan dann auch ganz nah dran an den
Künstlerinnen und Künstlern.
Stefan: Aufgrund der Sprachkenntnisse Englisch und ein
bisschen Französisch durfte ich dann die Künstler,
die vorfuhren, in Empfang nehmen, sie begrüßen,
Backstage führen, eine kurze Einweisung geben und
nach dem Auftritt dann wieder verabschieden hinter
den Kulissen. Und somit hatte ich direkten
intensiven Kontakt in dem Jahr 2011 mit fast allen
Künstlern.
Wolfgang Müller: Und auch wenn Stefan heute sagt, dass ihm manche
moderne ESC Musik nicht mehr ganz so nah ist wie
frü die Begeisterung ist geblieben. Morgen schaut
er natürlich wieder zu, wenn Wien Gastgeber für
den Eurovision Song Contest 2026 wird, live und
kostenlos bei SPS.
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